Drei Wochen Alpen-Rundtour im Dachzelt – meine erste große Reise

Blick aus dem Roof Space Dachzelt auf ein Bergmassiv in den Dolomiten

Sommer 2024: drei Wochen, ein Roof Space 2 auf dem Dach – meine erste große Reise mit dem Dachzelt. Die ersten drei, vier Tage war ich allein unterwegs, danach zu zweit. Hier steht, wie die Tour gelaufen ist und was ich dabei über das Reisen mit Dachzelt gelernt habe.

Die Tour in Zahlen

  • Dauer: 3 Wochen
  • Strecke: ungefähr 3.000–4.000 km
  • Dachzelt: Roof Space 2, damals noch das ältere Modell mit einfachem Panoramamodus
  • Rhythmus: meist 1–2 Nächte pro Ort, in Venedig 4 Nächte
  • Campingplatz: ungefähr 20–30 € pro Nacht für zwei Personen mit Auto
  • Länder: Deutschland, Österreich, Italien, Schweiz, Frankreich

Allgäu: Start in Neuschwanstein

Los ging es am Schloss Neuschwanstein – die erste Nacht im Dachzelt, mit dem Schloss im Blick.

Dachzelt auf dem Auto mit Schloss Neuschwanstein im Hintergrund

Zugspitze: zu Fuß hoch, mit der Bahn runter

Von Ehrwald aus bin ich über das Gatterl zu Fuß auf die Zugspitze gestiegen. Runter ging es mit der Bahn.

Memmingen: ab hier zu zweit

Am Flughafen Memmingen kam meine Reisebegleitung dazu. Eigentlich wollten wir danach länger in Österreich bleiben. Die Wettervorhersage war aber schlecht – also sind wir früher nach Südtirol gefahren. Genau das ist mit dem Dachzelt einfach: Du bist an keine Buchung gebunden und fährst dem Wetter hinterher.

Dolomiten: mein Highlight

In den Dolomiten haben wir den Pragser Wildsee umrundet, sind um die Drei Zinnen und zum Lago di Sorapis gewandert. Das Highlight der ganzen Tour: auf einem Campingplatz in den Dolomiten aufwachen, mit Blick auf ein riesiges Bergmassiv – Panoramamodus auf, Kaffee aus der Heckküche. In den Bergen waren die Nächte angenehm.

Roof Space im Panoramamodus mit Blick auf ein Bergmassiv

Heckküche im Kombi mit Gaskocher unter dem Dachzelt

Pragser Wildsee mit Bergspiegelung

Drei Zinnen in den Dolomiten

Marco von Roofhopper am Lago di Sorapis in den Dolomiten

Venedig: vier Nächte auf dem Campingplatz Miramare

In Venedig sind wir am längsten geblieben: vier Nächte auf dem Campingplatz Miramare. Es war richtig heiß, nachts haben die Mücken genervt, und einmal hat es übel gewittert und geregnet. Gegen die Mücken haben wir uns eingedeckt: Mückenspray, Moskitonetz am Zelt zu und ein Antimücken-Stecker bzw. eine Spirale.

Rialtobrücke in Venedig

Comer See und Lago Maggiore

Weiter ging es an den Comer See und an den Lago Maggiore – dort mit Blick aus dem Zelt direkt aufs Wasser.

Blick aus dem Dachzelt auf den Lago Maggiore am Abend

Mont Blanc und Aostatal

Im Aostatal gab es Abendrot über den Bergen und aus dem Zelt den Blick aufs Mont-Blanc-Massiv. Weiter ging es durch den Mont-Blanc-Tunnel.

Dachzelt auf dem Auto im Aostatal bei Abendrot

Blick aus dem Dachzelt auf das Mont-Blanc-Massiv

Rückweg über Genfer See und Bodensee

Auf dem Rückweg gab es noch kurze Stopps am Genfer See und am Bodensee – mit Sonnenuntergang zum Abschluss.

Schwan am Bodensee im Sonnenuntergang

Praxis: So lief der Alltag mit Dachzelt

Planung

Die Route hatten wir grob vorher geplant. Wo wir schlafen, haben wir meist abends entschieden – mit Park4Night und der Wetter-App. Geschlafen haben wir mal auf Campingplätzen, mal auf Stellplätzen aus Park4Night, mal auf Parkplätzen, die wir über Google Maps gefunden haben, und ab und zu frei. Du brauchst nur einen ebenen Platz fürs Auto. Wichtig: In jedem Land gelten eigene Regeln fürs Freistehen – informiere dich vorher.

Fahren mit Dachzelt

Auf der Autobahn und über die Pässe habe ich vor allem die Windgeräusche gemerkt. Sonst lief das Fahren mit dem Dachzelt problemlos. Ob dein Auto ein Dachzelt tragen kann, liest du im Ratgeber Passt ein Dachzelt auf mein Auto?

Wetter und Klima im Zelt

In den Bergregionen waren die Nächte angenehm. Tagsüber wird es im Zelt in der Sonne heiß – am stärksten haben wir das in Venedig gemerkt.

Versorgung

  • Kochen in der Heckküche mit Gaskocher
  • Kühlbox am Auto-Strom
  • Duschen auf den Campingplätzen
  • Powerbank, dazu die Lichtleiste mit USB-Anschluss im Zelt

Auf- und Abbau

Das Zelt selbst ist schnell auf- und zugeklappt. Der Aufwand lag beim Bettzeug: Wir hatten zusätzlich einen Topper dabei. Mit Matratze und Topper war es zu dick, um das Zelt zu schließen – also mussten Topper und Bettzeug bei jedem Abbau raus und beim Aufbau wieder rein. Heute gibt es dafür die Premium Comfort Mattress: Sie lässt sich auf ca. 2 cm zusammenfalten und lässt Platz für dein Bettzeug im Zelt.

Maut und Vignetten

Für Österreich und die Schweiz brauchst du eine Vignette, in Italien zahlst du Autobahnmaut, dazu kam bei uns der Mont-Blanc-Tunnel. Plane das vorher ein.

Was ich wieder so machen würde – und was nicht

Die Tour würde ich genau so wieder machen. Nur eins würde ich ändern: ein Vorzelt mitnehmen, vor allem für Orte, an denen man länger steht – wie in Venedig. Bei dem Gewitter hätte ein Vorzelt mehr Schutz geboten. Und zu zweit ist es einfach angenehmer: zum Umziehen und für die kleinen Bedürfnisse zwischendurch.

Selbst losfahren

Miete das Roof Space 2 oder das Roof Space 4 und plane deine eigene Tour – mit Rent. Try. Buy. entscheidest du danach in Ruhe über den Kauf. Unsicher, welches passt? Hier ist der Vergleich: Roof Space 2 oder Roof Space 4?

→ Dachzelt mieten